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Mehr Bio in öffentlichen Küchen: BioBitte liefert Tipps für Kommunen

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Am 27. Oktober findet zum zweiten Mal das Seminar über nachhaltige Verpflegungsstrategien in Kommunen statt. Fachleute geben Tipps rund um Bio-Produkte in der Außer-Haus-Verpflegung. Die Anmeldung ist bis zum 25. Oktober möglich.

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Mit einer nachhaltigen Ernährungspolitik für die Bürgerinnen und Bürger vor Ort schützen Kommunen Klima und Umwelt. Doch wie gestaltet man nachhaltige Verpflegungsstrategien erfolgreich und was tragen Bio-Lebensmittel in Kitas, Schulen und anderen öffentlichen Küchen dazu bei? Das vermittelt die Initiative BioBitte in Kooperation mit dem Deutschen Städtetag in einem kompakten Einstiegsseminar für Kommunen. Nach großer Resonanz zur ersten Veranstaltung Anfang Oktober findet das Seminar am Mittwoch, 27. Oktober, von 11 bis 12 Uhr erneut online über Zoom statt.

Das Angebot richtet sich an Entscheidungsbefugte aus Politik und Verwaltung sowie Fachreferaten und Vergabestellen und ist kostenlos. Bis Montag, 25. Oktober, können Sie sich online anmelden.

Online von der Expertise der Kommunen lernen

Drei Experten teilen im Seminar am 27. Oktober in kurzen Impulsvorträgen ihre Erfahrungen, anschließend können Fragen gestellt und diskutiert werden. Wie relevant Bio-Lebensmittel für kommunale Nachhaltigkeitsstrategien sind, erläutert Heiner Bruns vom Amt für Grünfläche, Umwelt und Nachhaltigkeit in Münster. Wodurch sich Ausschreibungen rechtssicher machen lassen, veranschaulicht Sven Conrad, Personal- und Organisationsreferat der Stadt München. Dr. Werner Ebert von der BioMetropole Nürnberg und Sprecher des Biostädte-Netzwerks, zeigt abschließend praktische Schritte zu mehr Bio auf. Rainer Roehl vom BioBitte-Partner a’verdis moderiert die Veranstaltung.

Spannende Einblicke im ersten Online-Seminar

Am ersten Online-Seminar Anfang Oktober nahmen knapp 50 Verantwortliche aus Politik, Verwaltung, Vergabestellen und Entscheidungsbefugte für die Verpflegung in kommunalen, Landes- und Bundeseinrichtungen teil. Dr. Werner Ebert gab den Teilnehmenden dabei spannende Einblicke in die nachhaltigen Verpflegungsstrategien und die Ziele der Stadt Nürnberg. „Wenn eine Stadt neu in den Prozess einsteigt, geht es häufig zu Beginn um Kitas und Schulen. In der BioMetropole Nürnberg liegen wir aktuell bei den Kitas bei 75 Prozent Bio. Bis 2026 soll hier nur noch Bio angeboten werden“, erläutert er seine Ziele. Schwieriger sei es hingegen in den Schulen, wo der Bio-Anteil in Nürnberg aktuell bei 20 Prozent liegt. "Um da voranzukommen, ist Rückendeckung der politischen Gremien wichtig, also zum Beispiel konkrete Zielvorstellungen und Beschlüsse." Als positives Zeichen wertet Werner Ebert es hier, dass der politische Rückenwind zugenommen hat – auf Bundesebene etwa durch die Zukunftsstrategie ökologischer Landbau und BioBitte und zusätzlich auch durch Aktivitäten der Länder wie etwa die Etablierung von Bio- Modellregionen.

Auch Reiner Erben, Berufsmäßiger Stadtrat in Augsburg, betonte im Online-Seminar, wie wichtig geeignete Strukturen sind, um den Bio-Anteil insbesondere in den Schulen weiter zu erhöhen: "Ziel muss es sein, dass es im Schulverwaltungsamt Know-how gibt. Die Schulen brauchen eine gute Beratung, um geeignete Caterer zu finden und so den Bio-Anteil auszuweiten." Zur Frage, wie Kommunen neben Bio auch die Regionalität von Lebensmitteln berücksichtigen können, gab Reiner Erben zudem praxisnahe Tipps. "Der regionale Aspekt lässt sich zwar nicht direkt ausschreiben, was wünschenswert wäre. Er lässt sich aber dennoch berücksichtigen", sagt Erben. "Wir haben in Augsburg beispielsweise ein regionales Netzwerk aufgebaut und Verträge mit dem Verbund der Getreideerzeuger und einer Bio-Bäckerei, die das Getreide aus der Region erhält, abgeschlossen."